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Shopware 6 Shopping Experiences: Content Commerce ohne Entwickler

29.6.2026
Shopware 6 Shopping Experiences: Content Commerce ohne Entwickler
Mit den Erlebniswelten (Shopping Experiences) bauen Sie Landingpages und Kategorie-Layouts per Drag-and-drop. Wie das CMS aufgebaut ist - und wo Shopware Entwicklung den Baukasten erweitert.

Eine neue Kampagne steht an, die Landingpage soll heute live - und der Marketing-Verantwortliche muss erst ein Ticket bei der Agentur öffnen, weil ohne Entwickler nichts geht. Dieses Muster kennen viele Shops. In Shopware 6 muss es nicht so sein: Die Erlebniswelten, im Englischen Shopping Experiences, sind ein vollwertiges CMS, mit dem Sie Inhalte selbst bauen.

Dieser Beitrag ist Teil unserer Serie "Shopware 6 für Entscheider". Diesmal geht es um Content Commerce - und um die Frage, was Sie selbst gestalten können und wo Shopware Entwicklung den Baukasten sinnvoll erweitert.

Was die Erlebniswelten können

Mit den Shopping Experiences erstellen Sie laut Shopware-Dokumentation Content-Seiten wie Landingpages, Shop-Seiten und Kategorie-Layouts und verwalten sie zentral. Das Werkzeug arbeitet visuell per Drag-and-drop - Sie brauchen keine Programmierkenntnisse, um eine Seite zu gestalten, Inhalte zu verschieben oder eine Kategorie ansprechend zu layouten.

Der praktische Effekt: Marketing und Redaktion gewinnen Tempo. Saisonale Aktionen, Themenwelten oder neue Kategorie-Layouts entstehen ohne Deployment und ohne Entwickler im kritischen Pfad.

Der Aufbau: Sektionen, Blöcke, Elemente

Das CMS folgt einer klaren Hierarchie, die man einmal verstanden haben sollte. Laut Dokumentation besteht jede Seite (Layout) aus Sektionen, in die einzelne Blöcke eingefügt werden, die wiederum aus einem oder mehreren Elementen wie Text oder Bild bestehen:

  • Sektionen sind horizontale Abschnitte einer Seite - etwa ein einspaltiger Bereich oder ein Layout mit Seitenleiste.

  • Blöcke sind Einheiten innerhalb einer Sektion, die üblicherweise eine ganze Zeile einnehmen - zum Beispiel ein Bild-Text-Block oder ein Produkt-Slider.

  • Elemente sind die eigentlichen Inhaltsbausteine: Text, Bild, Video oder Produktlisting. Sie sitzen in benannten Slots innerhalb der Blöcke.

Diese Struktur klingt technisch, ist im Editor aber intuitiv: Sie ziehen Blöcke in Sektionen und füllen deren Slots mit Elementen. Wer einmal eine Seite gebaut hat, kommt schnell rein.

Wiederverwendbare Layouts statt Einzelseiten

Ein oft unterschätzter Vorteil: Layouts lassen sich zentral verwalten und mehrfach zuweisen. Sie bauen ein Kategorie-Layout einmal sauber auf und weisen es vielen Kategorien zu - ändern Sie das Layout, ändern sich alle zugewiesenen Seiten mit. Das spart nicht nur Zeit, sondern hält Ihren Shop visuell konsistent, ohne dass jede Seite einzeln gepflegt werden muss.

Wo Shopware Entwicklung den Baukasten erweitert

Der Standard deckt viel ab, aber nicht alles. Zwei Wege führen darüber hinaus. Erstens bietet Shopware ab dem Evolve-Plan eine CMS-Erweiterung mit zusätzlichen Funktionen. Zweitens - und hier wird es interessant für individuelle Anforderungen - lassen sich eigene CMS-Blöcke entwickeln.

Über die Entwickler-Schnittstelle registriert man eigene Blöcke, die dann genauso per Drag-and-drop verfügbar sind wie die Standard-Blöcke; das Storefront-Template definiert die Darstellung. So bekommt Ihre Redaktion einen maßgeschneiderten Baustein - etwa einen konfigurierbaren Aktions-Block oder ein spezielles Produkt-Highlight - und kann ihn anschließend selbstständig einsetzen. Das ist der ideale Mix: einmalige Shopware Entwicklung schafft den Baustein, danach arbeitet das Marketing eigenständig.

Genau diese Grenze - was im Standard geht und wofür sich ein eigener Block lohnt - ist eine gute Frage für ein kurzes Gespräch mit einer Shopware Agentur, bevor man Aufwand in Workarounds steckt.

Fazit

Die Shopping Experiences machen Ihr Marketing-Team unabhängiger: Landingpages und Kategorie-Layouts entstehen per Drag-and-drop, ohne Entwickler im kritischen Pfad. Verstehen Sie die Hierarchie aus Sektionen, Blöcken und Elementen, nutzen Sie wiederverwendbare Layouts - und lassen Sie dort, wo der Standard endet, gezielt eigene Blöcke entwickeln. So bleibt Content-Pflege schnell und konsistent.

Quellen

Ihr Marketing-Team wartet bei jeder Landingpage auf Entwickler? Lassen Sie uns schauen, was sich mit den Shopware-Erlebniswelten selbst umsetzen lässt - und welche individuellen CMS-Blöcke sich für Ihre Anforderungen wirklich lohnen.

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