E-Commerce8 min Lesezeit29.6.2026

Shopware 6 Shopping Experiences: Content Commerce ohne Entwickler

Mit den Erlebniswelten (Shopping Experiences) bauen Sie Landingpages und Kategorie-Layouts per Drag-and-drop. Wie das CMS aufgebaut ist - und wo Shopware Entwicklung den Baukasten erweitert.

Alexander Schikowsky
Alexander SchikowskyE-Commerce & Shopware-Experte

Eine neue Kampagne steht an, die Landingpage soll heute live - und der Marketing-Verantwortliche muss erst ein Ticket bei der Agentur öffnen, weil ohne Entwickler nichts geht. Dieses Muster kennen viele Shops. In Shopware 6 muss es nicht so sein: Die Erlebniswelten, im Englischen Shopping Experiences, sind ein vollwertiges CMS, mit dem Sie Inhalte selbst bauen.

Dieser Beitrag ist Teil unserer Serie "Shopware 6 für Entscheider". Diesmal geht es um Content Commerce - und um die Frage, was Sie selbst gestalten können und wo Shopware Entwicklung den Baukasten sinnvoll erweitert.

Was die Erlebniswelten können

Mit den Shopping Experiences erstellen Sie laut Shopware-Dokumentation Content-Seiten wie Landingpages, Shop-Seiten und Kategorie-Layouts und verwalten sie zentral. Das Werkzeug arbeitet visuell per Drag-and-drop - Sie brauchen keine Programmierkenntnisse, um eine Seite zu gestalten, Inhalte zu verschieben oder eine Kategorie ansprechend zu layouten.

Der praktische Effekt: Marketing und Redaktion gewinnen Tempo. Saisonale Aktionen, Themenwelten oder neue Kategorie-Layouts entstehen ohne Deployment und ohne Entwickler im kritischen Pfad.

Der Aufbau: Sektionen, Blöcke, Elemente

Das CMS folgt einer klaren Hierarchie, die man einmal verstanden haben sollte. Laut Dokumentation besteht jede Seite (Layout) aus Sektionen, in die einzelne Blöcke eingefügt werden, die wiederum aus einem oder mehreren Elementen wie Text oder Bild bestehen:

  • Sektionen sind horizontale Abschnitte einer Seite - etwa ein einspaltiger Bereich oder ein Layout mit Seitenleiste.

  • Blöcke sind Einheiten innerhalb einer Sektion, die üblicherweise eine ganze Zeile einnehmen - zum Beispiel ein Bild-Text-Block oder ein Produkt-Slider.

  • Elemente sind die eigentlichen Inhaltsbausteine: Text, Bild, Video oder Produktlisting. Sie sitzen in benannten Slots innerhalb der Blöcke.

Diese Struktur klingt technisch, ist im Editor aber intuitiv: Sie ziehen Blöcke in Sektionen und füllen deren Slots mit Elementen. Wer einmal eine Seite gebaut hat, kommt schnell rein.

Wiederverwendbare Layouts statt Einzelseiten

Layouts lassen sich zentral verwalten und mehrfach zuweisen. Sie bauen ein Kategorie-Layout einmal und weisen es vielen Kategorien zu - ändern Sie das Layout, ändern sich alle zugewiesenen Seiten mit. Ein neuer Aktionshinweis in 40 Kategorien ist damit eine Änderung statt 40, und die Kategorieseiten bleiben untereinander gleich aufgebaut.

Wo Shopware Entwicklung den Baukasten erweitert

Der Standard deckt viel ab, aber nicht alles. Zwei Wege führen darüber hinaus. Erstens bietet Shopware ab dem Evolve-Plan eine CMS-Erweiterung mit zusätzlichen Funktionen. Zweitens - und hier wird es interessant für individuelle Anforderungen - lassen sich eigene CMS-Blöcke entwickeln.

Über die Entwickler-Schnittstelle registriert man eigene Blöcke, die dann genauso per Drag-and-drop verfügbar sind wie die Standard-Blöcke; das Storefront-Template definiert die Darstellung. So bekommt Ihre Redaktion einen eigenen Baustein für ihren Fall - etwa einen Aktions-Block mit Countdown und Rabattcode oder ein Produkt-Highlight mit Datenblatt-Feldern - und setzt ihn danach selbst ein. Der Aufwand fällt einmal an, die Pflege danach läuft ohne Ticket.

Genau diese Grenze - was im Standard geht und wofür sich ein eigener Block lohnt - ist eine gute Frage für ein kurzes Gespräch mit einer Shopware Agentur, bevor man Aufwand in Workarounds steckt.

Was das für die Content-Pflege heißt

Landingpages und Kategorie-Layouts entstehen per Drag-and-drop, ohne Deployment und ohne Ticket bei der Agentur. Wer die Hierarchie aus Sektionen, Blöcken und Elementen einmal verstanden hat und Layouts mehrfach zuweist, hält den Pflegeaufwand pro Kampagne gering. Für Anforderungen, die der Standard nicht abdeckt, kommt ein eigener CMS-Block dazu - danach arbeitet die Redaktion damit wie mit jedem anderen Block.

Quellen

Ihr Marketing-Team wartet bei jeder Landingpage auf Entwickler? Wir gehen mit Ihnen durch, was sich mit den Shopware-Erlebniswelten selbst umsetzen lässt und für welche Anforderungen sich ein eigener CMS-Block rechnet.

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