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Adobe Commerce B2B: Magento für Hersteller und Großhändler

13.7.2026
Adobe Commerce B2B: Magento für Hersteller und Großhändler
Firmenkonten, geteilte Kataloge, Angebote und Bestelllisten: Wofür die nativen B2B-Funktionen von Adobe Commerce gedacht sind - und wann sich der Schritt von Magento Open Source zu Adobe Commerce für den B2B-Handel rechnet.

B2B-Handel funktioniert anders als B2C. Es gibt Firmenkonten mit mehreren Einkäufern, individuelle Preise je Kunde, Freigabe-Workflows, Angebote statt fester Preise und wiederkehrende Bestellungen großer Mengen. Ein Standard-Shop bildet das nur mit viel Eigenbau ab. Adobe Commerce bringt für genau diese Anforderungen native B2B-Funktionen mit. Dieser Beitrag ordnet ein, was diese Funktionen leisten - und wann sich der Schritt zu Adobe Commerce für Hersteller und Großhändler wirklich lohnt.

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie "Magento für Entscheider". Wir schauen uns die Plattform aus der Perspektive an, die im Tagesgeschäft zählt: Was bringt es, was kostet es an Aufwand, und wo lohnt sich Hilfe von außen.

Firmenkonten und Account-Hierarchien

Das Herzstück der B2B-Funktionen ist das Firmenkonto (Company Account). Ein Geschäftskunde wird nicht als einzelner Nutzer abgebildet, sondern als Organisation mit mehreren Mitarbeitern, Rollen und Rechten. So kann ein Einkäufer bestellen, während ein Vorgesetzter ab einem bestimmten Betrag freigeben muss. Diese Struktur bildet reale Einkaufsorganisationen ab - inklusive Budgets und Bestelllimits pro Person.

Für Sie als Hersteller oder Großhändler bedeutet das: Sie können die internen Prozesse Ihrer Kunden im Shop abbilden, statt sie über Telefon, E-Mail und Excel laufen zu lassen. Das senkt Reibung im Bestellprozess und entlastet Ihren Vertriebsinnendienst.

Geteilte Kataloge und kundenspezifische Preise

Im B2B sieht selten jeder Kunde dasselbe. Mit geteilten Katalogen (Shared Catalogs) legen Sie fest, welche Firma welche Produkte und welche Preise sieht. Ein Stammkunde erhält andere Konditionen als ein Neukunde, ein Großabnehmer andere als ein kleiner Wiederverkäufer - alles regelbasiert und ohne separate Shops. Kundenspezifische Preislisten und Staffelpreise sind dabei zentraler Bestandteil.

Das ist einer der Punkte, an denen Adobe Commerce seinen Aufpreis gegenüber Magento Open Source rechtfertigen kann: Was hier nativ enthalten ist, müsste man in Open Source über Extensions oder Eigenentwicklung nachbauen - mit entsprechendem Wartungsaufwand.

Angebote, Bestelllisten und Schnellbestellung

Drei Funktionen machen den Alltag im B2B-Einkauf spürbar effizienter:

  • Angebotsanfragen (Quotes): Kunden fragen ein individuelles Angebot an, Ihr Vertrieb verhandelt und bestätigt direkt im System - statt per E-Mail-Pingpong.

  • Bestelllisten (Requisition Lists): wiederkehrende Bestellungen werden als Liste gespeichert und mit wenigen Klicks erneut ausgelöst - ideal für regelmäßigen Nachschub.

  • Schnellbestellung (Quick Order): Einkäufer geben Artikelnummern direkt ein oder laden eine CSV hoch, statt sich durch Kategorien zu klicken.

Diese Funktionen klingen unscheinbar, sind aber genau die Punkte, an denen B2B-Kunden den Komfort eines guten Online-Einkaufs spüren - oder eben vermissen.

Open Source oder Adobe Commerce für B2B?

Magento Open Source kann B2B - aber vieles davon muss über Extensions oder individuelle Entwicklung ergänzt werden. Adobe Commerce liefert die genannten B2B-Funktionen nativ, getestet und mit Support. Die Entscheidung ist letztlich eine Rechnung: Wie viel B2B-Logik brauchen Sie wirklich, und wie teuer wäre es, sie in Open Source nachzubauen und dauerhaft zu warten - gegenüber den Lizenzkosten von Adobe Commerce?

Eine ehrliche Antwort hängt von Ihrem konkreten Fall ab: Anzahl der Firmenkunden, Komplexität der Preislogik, Freigabe-Workflows, Internationalisierung. Pauschale Empfehlungen sind hier wenig wert.

Wann sich eine Magento Beratung lohnt

Gerade im B2B ist die Lücke zwischen "das Feature existiert" und "das Feature passt zu unserem Prozess" groß. Eine unabhängige Magento Beratung hilft, Ihre realen Einkaufsprozesse auf die B2B-Funktionen von Adobe Commerce abzubilden und zu erkennen, wo Standard reicht und wo Anpassung nötig ist. Das verhindert sowohl teure Überanpassung als auch den Frust, wichtige Prozesse nicht abbilden zu können.

Wir versprechen hier bewusst keine Pauschalen - der richtige Funktionsumfang ergibt sich aus Ihren Prozessen, nicht aus einer Feature-Liste. Was eine gute Beratung leistet, ist die Übersetzung Ihrer Vertriebsrealität in eine sinnvolle Plattform-Konfiguration.

Fazit

Adobe Commerce bringt für Hersteller und Großhändler einen durchdachten B2B-Werkzeugkasten mit: Firmenkonten mit Rollen und Budgets, geteilte Kataloge mit kundenspezifischen Preisen sowie Angebote, Bestelllisten und Schnellbestellung. Ob sich der Schritt von Open Source lohnt, ist eine Rechnung aus B2B-Komplexität und Nachbau-Aufwand. Entscheidend ist, von Ihren echten Einkaufsprozessen auszugehen - nicht von der Feature-Liste.

Quellen

Sie verkaufen B2B und überlegen, ob Adobe Commerce zu Ihren Einkaufsprozessen passt? Lassen Sie uns 30 Minuten über Firmenkonten, Preislisten und Freigabe-Workflows sprechen. Wir bilden Ihre Vertriebsrealität auf die B2B-Funktionen ab - und sagen ehrlich, wo Standard reicht und wo nicht.

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