E-Commerce5 min Lesezeit2.10.2026

Shopware 6.7.15: Neuer Look für die Administration

Shopware 6.7.15.0 bringt eine neu gestaltete Administration, einen experimentellen Dark Mode und Verbesserungen im Bestellalltag. Mit Screenshots und Prüfliste für das Update.

Alexander Schikowsky
Alexander SchikowskyE-Commerce & Shopware-Experte

Wer täglich Bestellungen bearbeitet und Produkte pflegt, bemerkt das Update sofort: Shopware hat die Administration neu gestaltet. Dazu kommen Änderungen, die im Shop-Alltag Zeit sparen, und einige Punkte, die Sie vor dem Livegang prüfen sollten.

Shopware 6.7.15.0 ist am 1. Oktober 2026 erschienen. Im Mittelpunkt steht die Oberfläche, mit der Ihr Team jeden Tag arbeitet.

Mehr Übersicht im Backend

Shopware hat Seitenleiste, Kopfzeile mit Suche und die Aktionsleiste der einzelnen Seiten überarbeitet. Die Navigation ist ruhiger gegliedert, der aktive Menüpunkt ist klar hervorgehoben, Untermenüs öffnen sich flüssiger und lassen sich besser per Tastatur bedienen. Über das Symbol neben dem Shop-Namen klappen Sie die Seitenleiste ein, die Taste S erledigt das ebenfalls.

Dashboard der Shopware 6.7.15 Administration mit überarbeiteter Seitenleiste, zentraler Suche und Bestellübersicht
Das Dashboard nach dem Update: neue Seitenleiste mit Verkaufskanälen, Suche mit Bereichsauswahl in der Kopfzeile.

Die Menü-Icons sind jetzt standardmäßig neutral gehalten. Wer die farbigen Modul-Icons gewohnt ist, stellt sie in den Profileinstellungen unter „Modul-Farben“ wieder auf „Farbig“ um. Die Einstellung gilt pro Benutzer.

Auf dem Smartphone oder in einem schmalen Browserfenster verschwindet die Seitenleiste hinter einem Menü-Symbol. Die Inhalte nutzen dann die volle Breite.

Shopware 6.7.15 Administration auf dem Smartphone mit eingeklapptem Menü
Auf schmalen Bildschirmen öffnet sich die Navigation über das Menü-Symbol oben links.

Neu ist außerdem ein dunkles Erscheinungsbild. Im Profil wählen Sie zwischen Hell, Dunkel und System; die Option System folgt der Einstellung Ihres Betriebssystems. Standard bleibt Hell. Shopware kennzeichnet den Dark Mode noch als experimentell, einzelne Ansichten, vor allem von Erweiterungen, können darin noch unpassend aussehen. Nach dem Update stellt ein kurzer Dialog die neue Oberfläche vor.

Praktische Änderungen im Shop-Alltag

  • Erweiterungen gemeinsam verwalten: Unter „Meine Erweiterungen“ wählen Sie mehrere Einträge aus und installieren, aktivieren, deaktivieren, aktualisieren oder deinstallieren sie in einem Schritt. Jede Aktion zeigt an, auf wie viele der ausgewählten Erweiterungen sie zutrifft.

  • Bestellbestätigung gezielt versenden: Wenn Sie eine Bestellung in der Administration anlegen, können Sie den Versand der Bestätigungsmail für diese Bestellung abschalten. Der Schalter ist standardmäßig aktiv, Bestellungen über die Storefront sind nicht betroffen.

  • Aktionscodes wieder freigeben: Entfernen Sie eine Promotion aus einer Bestellung, etwa nach einer fehlgeschlagenen Zahlung, wird der individuelle Code wieder frei. Seit Shopware 6.7.0 blieb er dauerhaft verbraucht.

  • Versandkosten brutto und netto verknüpfen: In der Preismatrix der Versandarten lassen sich Brutto- und Nettopreis koppeln. Der Nettopreis wird dann aus dem Bruttopreis und dem Steuersatz der Versandart berechnet.

  • Updates per Shopware CLI: Der Update-Assistent in der Administration empfiehlt jetzt die Shopware CLI. Wer Updates über eine Deployment-Pipeline einspielt, kann das Update-Modul in der Administration ausblenden.

Was sich in der Storefront ändert

  • Der Warenkorbbutton zeigt einen Ladezustand und ist gesperrt, bis das Produkt im Warenkorb liegt. Ein Doppelklick legt den Artikel nicht mehr zweimal hinein.

  • Wird derselbe Warenkorb zweimal gleichzeitig abgeschickt, zum Beispiel aus zwei Browser-Tabs auf der Bestellbestätigung, entsteht nur noch eine Bestellung.

  • Löst ein Kunde einen zweiten Code derselben Promotion ein, erhält er einen klaren Hinweis statt einer allgemeinen Fehlermeldung.

  • Postleitzahlen werden bereits im Browser gegen das Format des Landes geprüft.

  • Die Zustimmungen auf der Bestellbestätigungsseite und der Kundenkommentar werden nur noch für die laufende Browsersitzung gespeichert.

Für Entwickler: Dokumente, Login und Plugins

Mit der Document Generation v2 kommt eine neue, experimentelle Dokumentenerstellung. Sie wird nur über das Feature-Flag DOCUMENT_GENERATION_REWORK aktiviert; ohne Flag läuft alles wie bisher. Mit v2 erzeugt ein Dokument mehrere Formate auf einmal, etwa PDF und ZUGFeRD-XML. Die Firmendaten für Dokumente wandern dann in eine eigene Karte unter Einstellungen > Grundinformationen und werden pro Verkaufskanal gepflegt. Bestehende Werte werden nicht übernommen. Mit Shopware 6.8 soll v2 zum Standard werden.

Die Admin API unterstützt jetzt den OAuth-Login mit Authorization Code und PKCE. Die Shopware CLI und andere Werkzeuge können sich damit über den Browser anmelden, statt Zugangsdaten zu speichern.

Einordnung: Was Sie vor dem Livegang prüfen sollten

Prüfen Sie zuerst Plugins, die Menü, Kopfzeile oder Aktionsleiste der Administration verändern. Shopware hat dort Twig-Blöcke entfernt und umgebaut, CSS-Klassen gestrichen und Seiten als CSS-Container definiert. Elemente mit fester Position können dadurch anders sitzen. Auch Anpassungen an der Versandpreis-Matrix und an Storefront-Templates für Checkout und Adressformular sollten Sie gegenprüfen. Die Release-Informationen zu 6.7.15.0 listen alle betroffenen Stellen.

Testen Sie das Update in einer Testumgebung mit Ihrem Theme und Ihren Erweiterungen. Gehen Sie Checkout und Zahlungen durch, prüfen Sie Bestellmails und erzeugen Sie die im Shop verwendeten Dokumente. Bei manuell angelegten Bestellungen sollten Sie beide Einstellungen für die Bestätigungsmail ausprobieren. Werfen Sie außerdem einen Blick in die Administration im Dark Mode, falls Ihr Team ihn nutzen möchte.

Wenn Ihre Bestellmails über eigene Abläufe gesteuert werden, beziehen Sie diese in den Test ein. Unser Beitrag zum Shopware Flow Builder erläutert die zugrunde liegenden Ereignisse und Aktionen.

Wenn Sie Unterstützung beim Update und den anschließenden Tests wünschen, begleiten wir Sie gern als Shopware Agentur.

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